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Mädchen sitzt vor einem Koiteich in Udon Thani

Reisebericht Udon Thani

Reisebericht Udon Thani

Reisebericht Udon Thani

Mit dem Bus über die Thailändische Grenze

Unsere Entscheidung war getroffen und wir wollten erstmal zurück nach Thailand. Unsere Entscheidung war ja relativ kurzfristig also beschlossen wir einfach am Tag unserer Abreise zum Busbahnhof zu gehen und hofften das wir noch ein Ticket bekommen würden. Wir starteten also 08:00 morgens mit dem Localbus Richtung Busbahnhof. Der erste Bus sollte bereits morgens um 09:00 fahren weshalb wir früh genug da sein wollten. Am Bahnhof angekommen sahen wir allerdings nirgendwo Ticketschalter und waren ein wenig irritiert, aber wir fragten einen netten Polizisten der uns dann bis um die Ecke begleitete und uns zeigte wo wir die Tickets kaufen können. Die Schlange am Schalter war in unsere Richtung echt überschaubar, was uns natürlich Mut machte noch einen Platz zu ergattern. Tatsächlich hatten wir Glück und zahlten sage und schreibe 2,20 € pro Person von Vientiane nach Udon Thani (in Thailand). Wahnsinn damit haben wir nicht gerechnet, doch es sollte noch besser kommen. Nach einer kurzen Wartezeit tauchte plötzlich ein riesengroßer moderner Reisebus auf mit der Aufschrift Vientiane-Udon Thani. Na besser hätte es ja nicht laufen können, für den Preis haben wir definitiv nicht so einen tollen Bus erwartet. Pünktlich stiegen wir alle in den Bus und los ging unser erstes Abenteuer mit einem Bus über die Grenze zu fahren.

Grenzbus von laos nach Thailand
Grenzbus von Laos nach Thailand
Die Grenze und ein Verhör

Die Busfahrt zur Grenze ist relativ überschaubar. Denn der Mekong trennt Laos und Thailand, somit mussten wir nur über eine Brücke fahren und kamen schon nach 20 Minuten an der ersten Grenzstation an. Hier lief es relativ unkompliziert, wir stiegen nur mit unserem Handgepäck und dem Reisepass aus. Der Bus fuhr währenddessen schonmal über die Grenze. Wir mussten zu einem Schalter uns den Ausreisestempel geben lassen und stiegen wieder in den Bus. Das war eine schnelle Angelegenheit von nicht mal 5 Minuten. Es ging also mit dem Bus noch ein paar Kilometer weiter, nun zur Thailändischen Grenze. Dort angekommen mussten wir alle unsere Taschen mitnehmen und wieder zu einer Passkontrolle. Die sogenannten Arrival-Scheine bekamen wir bereits vorab im Bus und hatten sie ausgefüllt schon parat.

Wir waren die letzten in der Schlange, bis ich an der Reihe war. Ein wenig aufgeregt waren wir schon da wir ja vor nicht mal 2 Wochen erst in Thailand ausgereist sind und wir uns nicht sicher waren ob sie uns so schnell wieder reinlassen. Die Dame am Schalter wirkte schon absolut genervt auf mich, aber ich blieb freundlich und gab ihr meinen Pass und meine Arrival-Card. Es dauerte keine 2 sekunden da gab sie mir beides wieder und meinte ich solle doch die Karte komplett ausfüllen. Ähm ja, das einzige was dort fehlte war eine Emailadresse unserer Unterkunft, sowohl der Name als auch die Adresse hatten wir darauf geschrieben. Sie bestand jedoch auf diese Emailadresse und ließ mich nicht durch. Natürlich hatten wir kein Internet und auch in unseren Informationen über die Unterkunft gab es einfach nirgends eine Emailadresse. Ich versuchte ihr dies zu erklären, doch es war ihr völlig gleich, sie schickte mich weg und meinte nur ich soll sofort in Zimmer 15 gehen.

Ich erklärte Steven, der direkt hinter mir stand, das die nette Dame uns wegen der fehlenden Emailadresse nicht über die Grenze lassen möchte. Wir beschlossen also in den sogenannten Raum 15 zu gehen. Dort saß wieder eine Dame, diesmal aber mit einem lächeln, und fragte uns welches Problem wir hätten. Ich schilderte ihr das fehlende Emailproblem und sie strich diesen Punkt auf der Arrivalcard einfach durch und meinte das wäre doch alles kein problem. Sie hat also genauso wenig verstanden warum wir nicht durchgelassen werden wie wir. Nachdem ich ihr nun nochmal erklärte das sie uns partout nicht durchlassen will, bat sie uns nun ins Zimmer 15.

Ja was war wohl das besagte Zimmer 15, fragten wir uns. Als wir den Raum betraten war uns klar, es wird jetzt ein Verhör geben. Da der Raum aber gerade besetzt war boten uns die 2 Beamten 2 Stühle an und wollten ihr Mittagessen mit uns teilen. Damit haben wir ja nun nicht gerechnet, aber es war toll, denn das nahm uns ein wenig die Angst vor dem was gleich passieren würde. Ich meine wann passiert einem sowas mal? Der Polizist bat uns ins Zimmer und fragte erstmal nach unserem Problem. Also erklärte ich heute zum 4ten mal das die nette Dame am Schalter uns nicht reinlassen möchte, da wir keine Emailadresse der Unterkunft besitzen. Daraufhin kamen die typischen Fragen. Woher seit ihr? Was arbeitet ihr in Deutschland? Wo genau wollt ihr in Thailand hin? Wann reist ihr wieder aus und in welches Land? Man hatte das Gefühl das er es nur fragte weil er musste, denn währenddessen Strich auch er einfach die Emailadresse durch und war unheimlich freundlich und interessiert an unserer Reise. Nach 10 Minuten meinte er es gibt keinerlei Probleme wir können einfach durch die Tür durchgehen zu unserem Bus. Damit haben wir nicht gerechnet, waren aber mehr als froh nach über 30 Minuten wieder im Bus zu sitzen, wo bereits alle auf uns warteten und uns mit bösen Blicken begrüßten.

Ankunft in Udon Thani

Nach 2 Stunden Busfahrt kamen wir also in einem für uns absolut unbekannten Ort in Thailand an. Wir sind im sogenannten „Isaan“, so nennt sich der Nordöstliche Teil Thailands. Touristisch relativ unbekannt, wirtschaftlich allerdings ein großer Knotenpunkt für Thailand und Laos. Schon auf der Busfahrt vielen uns extrem viele Autohäuser, Baumärkte und Industriestellen auf. Wir wurden am Busbahnhof in Udon Thani herausgelassen und liefen wie immer die 2,5 km zu unserem Hostel. Wir lieben es einfach diese Strecken zu laufen, nicht nur des Geldes wegen, sondern weil man so schon relativ viel von einer Stadt sieht. Unser Hostel befand sich wieder ausserhalb der Innenstadt in einer kleinen Seitenstraße. Wir kamen an einem Cafe an und waren leicht verwirrt, wo denn hier das Hostel sein sollte. Wir gingen hinein und die Dame hinter der Theke erwartete uns bereits, also waren wir wohl richtig. Sie sprach so gut wie kein Wort Englisch aber das sollte nicht weiter stören wir konnten uns auch so verstehen. Es ging auf einen Innenhof wo sich die Zimmer befanden. Erinnerte ein wenig an ein Motel in Amerika vom Stil her. Das Zimmer war riesig und super ausgestattet, also breiteten wir uns erstmal aus und machten es uns bequem.

Eine uns völlig unbekannte Stadt

Am nächsten Tag machten wir uns auf um uns erstmal einen Roller zu besorgen. Also liefen wir wieder in die Innenstadt wo es einen Friseur geben soll der günstig Roller vermietet ohne seinen Reisepass abgeben zu müssen. Tatsächlich stimmte das auch und wir mieteten uns einen Roller für die nächsten 2 Tage. Relativ schnell merkten wir, das Touristen hier wohl nicht oft gesehen werden. Die Tatsache das sich viele freuten uns zu sehen, mich bewunderten für meine Körpergröße oder eben nirgendwo auch nur ein Wort auf Englisch stand machten diesen Ort nur noch Interessanter. Zum Essen ging es also ins gegenüberliegende Shoppingcenter, denn auch dort gab es wieder einen Foodcourt. Hier hatten wir ja bereits gute Erfahrungen gemacht, vor allem was den Preis anging. Doch auch hier kein Wort auf Englisch, so guckten wir uns eben einfach Bilder an und hofften das wir das was wir bekommen würden essen. Ich muss sagen hat tatsächlich ganz gut geklappt. Somit gingen wir dort des öfteren Essen.

Päärchen guckt sich in die Augen
Ein Park der begeistert

Wir haben uns also noch ein wenig belesen und fanden heraus das Udon Thani einen wohl wunderschönen Park zu bieten hat. Wir zogen also mit unserem Roller los und fuhren dorthin. Wir waren schon beim vorbei fahren total überrascht wieviele Menschen hier alleine Joggen gehen, Fahrrad fahren oder einfach nur Sport machen. Das haben wir bis jetzt in keiner anderen Stadt so gesehen. Wir parkten ausserhalb des Parks und gingen hinein. Von Anfang an waren wir fasziniert wie sauber es hier doch ist, leider ist dies in Asien ja nicht selbstverständlich. So schlenderten wir durch diesen wunderschön angelegten Park, dessen Wege sogar farblich gekennzeichnet waren. Die Farben kennzeichnen Fahrradwege, Joggerwege oder halt wo man als Spaziergänger langläuft. So kam sich niemand in die Quere und es war ein schönes miteinander. Im Park verteilt gab es überall Stationen an denen man Fitness machen konnte und jede menge Spielplätze für die kleinen. Und ich sag euch von solchen Spielplätzen träumen wir in Deutschland, sie waren so cool gemacht, das man direkt lust bekam selber da nochmal spielen zu gehen.

Wir entdeckten eine Brücke und schossen während die Sonne unterging ein paar Fotos. Der Himmel an diesem Tag war einfach wieder der Wahnsinn. Dann kamen wir zu einem riesengroßen See, der gesäumt war von Palmen wohin man schaut. Einfach wundervoll. Für uns war es der schönste Park den wir je gesehen haben und empfehlen jedem diesen dort mal einen Besuch abzustatten. Am Abend ist das absolute Highlight die überdimensonal Großen Quietschenenten die sich auf dem See befinden. Sowas haben wir noch nie gesehen fanden die Idee allerdings sehr witzig und mussten uns das natürlich anschauen. Natürlich gibt es auch Beweisfotos 😉

Aussicht auf den See im Park in Udon Thani
Das Thailändisch-Chinesische Kulturzentrum

Wir hörten von einem Ort wo man sich ein wenig wie in China fühlen kann. So suchten wir uns die Adresse heraus und fuhren zum Thailändisch-Chinesischem Kulturzentrum. Der Eintritt ist frei und wir freuten uns mal wieder in eine andere Kultur einzutauchen. Mit dem Roller waren wir schnell vor Ort und schon von aussen machte das Kulturzentrum Eindruck. Ein im chinesischem Stil gehaltenens Tor war der Eingang. Wir betraten also das Kulturzentrum und waren sofort begeistert wie schön es dort war. Ein Teich mit Kois und eine liebevoll angelegte Anlage erwartete uns, sie strahlte einfach eine unheimliche Ruhe aus. Es gibt hier ebenso ein Museum zu bestaunen und auch ausserhalb jede Menge Chinesischer Skulpturen und andere Bauten. Wir verbrachten dort eine längere Zeit und genossen den Ausflug in vollen Zügen. Teeliebhaber kommen hier übrigens voll auf ihre Kosten, es gibt ein Restaurant in dem man fantastischen Chinesischen Tee genießen kann. In der Aussenanlage findet man einen Chinesischen Tempel und einen Aussichtspunkt der in den See mündet. Auf der Plattform gibt es an der Decke wunderschöne Chinesische Malerein, einfach toll anzusehen. Nach ein paar stunden fuhren zurück in unsere Unterkunft.

Mädchen sitzt an einem Koiteich
Der Koi-Teich
Abreise nach Khon Kaen

Da uns Udon Thani schon total gefallen hat wollten wir natürlich noch einen weiteren Ort besuchen der sich im Isan befindet. So gingen wir einfach wieder zurück zum Busbahnhof und schauten welche Busse wohin fahren. Wir entschieden uns mit einem Bus nach Khon Kaen zu fahren. Es wurde uns gesagt es wäre ein Bus, allerdings fuhren wir dann mit einem Minivan. So konnte unser nächstes Abenteuer losgehen, in die nächste für uns völlig unbekannte Stadt.

Sehenswürdigkeiten Udon Thani

Reisebericht Udon Thani

Thailändisch-Chinesisches Kulturzentrum

  • Infos

    Das Thailändisch-Chinesische Kulturzentrum ist ein Treffpunkt für Thai-Chinesen die in Udon Thani leben. Es ist jedoch auch für die komplette Öffentlichkeit geöffnet. Es wurde 2013 nach 5-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Ziel der Einrichtung ist es die Kunst, Kultur, Philosophie und den Lebensstil der Thai-Chinesen zu bewahren. Es gibt einen Im chinesischem Stil angelegten Garten, einen Teich, einen Tempel und eine wunderschöne Aussenanlage.

  • Öffnungszeiten

    Jeden Tag von 09:00-19:00 Uhr

  • Kosten

    Der Eintritt ist kostenlos

Park Nong Prajak Silpakom

  • Infos

    Dieser Park ist definitiv einer der schönsten die wir je gesehen haben. Er ist riesengroß und man sollte ein wenig Zeit mitbringen. In der Mitte befindet sich ein großer See, auf diesem kann man auch mit Tretbooten herumschippern. Es ist ein Malerischer Park am See mit Wegen, BMX-Strecke, Fitnessgeräten und großen Entenfiguren auf dem Wasser. Auch für Familien gibt es jede Menge zu entdecken, alle hundert meter warten riesengroße Spielplätze.

  • Öffnungszeiten

    jeden Tag von 06:00-20:00 Uhr

  • Kosten

    der Eintritt ist frei

Unterkünfte Udon Thani

Reisebericht Udon Thani

Wir waren insgesamt 3 Nächte in Udon Thani. Hierfür suchten wir uns wieder eine Unterkunft etwas ausserhalb der Stadt.

Wir buchten 3 Nächte im

The Rhea

Wir buchten ein Doppelzimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad für 14,00 € die Nacht.

Die Unterkunft liegt etwa 2,5 km ausserhalb des eigentlichen Stadtzentrums, in einer ruhigen Seitenstraße. Zur Unterkunft gehört ein kleines Café, indem man morgens Rabatt bekommt wenn man dort Gast ist. Der Kaffee schmeckt super und es gab sogar Toast mit Marmelade, obwohl kein Frühstück angegeben war.

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