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Päärchen steht auf einer Bambusbrücke im Hintergrund sind Reisfelder

Reisebericht Pai

Reisebericht Pai

Reisebericht Pai

746 Kurven mit dem Minivan nach Pai

Wie bereits im letzten Reisebericht erwähnt waren für diese Reise ein paar Vorbereitungen notwendig. Wir hatten über die Strecke Chiang Mai – Pai so einiges gelesen und wollten sichergehen das wir einigermaßen heile ankommen. Warum das ganze? Die Strecke die laut Maps nur 2 1/2 Stunden dauert beinhaltet 746 Kurven einen Berg hinauf. Ja ihr habt richtig gehört, 746! Ich habe leider das Problem, wenn ich nicht selber fahre, mir ziemlich schnell schlecht wird, sobald Kurven ins spiel kommen. Meine Rettung war eine andere Backpackerin, die ich am Abend zuvor traf und wir uns ein wenig unterhielten. Zufälligerweise fuhr sie nach Pai und gab mir den Tipp,  Reisetabletten zu besorgen. Ja macht Sinn, das wir da nicht selber drauf gekommen sind. Also ging es abends noch schnell in den 7-Eleven und wir kauften uns 2 Packungen für insgesamt 0,30 €. Mit dem Gedanken gut gerüstet zu sein gingen wir ins Bett.

Am nächsten Morgen checkten wir aus und hatten noch 2 Stunden zeit bis der Minivan uns abholen sollte. Um 12:00 Uhr stand der voll gequetschte Minivan endlich da. Kaum saßen wir drin, nahmen wir sofort die Reisetabletten, schließlich brauchen die wohl mind. 30 Minuten bevor sie anfangen zu wirken. Ein bisschen ängstlich wie das so sein wird mit 746 Kurven starteten wir, dachten wir zumindest. Wir sollten tatsächlich erst 1 Stunde später Chiang Mai verlassen, weil der Minivanfahrer noch jemanden abholen musste, er aber nicht wusste wo. Er fuhr tatsächlich fast 1 Stunde mit uns im Kreis. Nachdem er endlich das Hotel gefunden hatte, wurde es eng, sehr eng. Ich sah nur wie er meinen Rucksack (wo übrigens mein Laptop drin war) irgendwo in den Kofferraum quetschte und er die Kofferraumtür gewaltsam zudrücken musste. Okay, Laptop im Arsch dachte ich und hoffte nur noch auf die erste Pause um zu sehen, ob etwas kaputt war.

Nach mehrmaligem Stau in Chiang Mai und den erste 100 Kurven machten wir nach 2 1/2 stunden die erste Pause. Uns ging es erstaunlich gut und gönnten uns deswegen beide erstmal einen Schokoriegel. Bislang ging es erstaunlicherweise allen noch gut, was vielleicht daran liegen könnte, das jeder in diesem Bus die Tabletten genommen hatte. Wer sie nicht dabei hat, kann sich spätestens bei der 1 Pause damit eindecken, hier gab es direkt mal 20er Packungen. Aus 15 Minuten Pause wurde dann mal eine halbe Stunde, aber okay wir haben es ja nicht eilig. Wie wir feststellen mussten, ging das Kurvenabenteuer jetzt erst richtig los. Während Steven einschlief, vertrieb ich mir die Zeit mit guter Musik und genoss die Landschaft. Nach 5 Stunden Fahrt waren wir endlich im kleinen Hippiedorf Pai angekommen.

Päärchen sitzt auf einer Schaukel mit Blumen im Hintergrund Reisfelder
Ankunft in Pai

Wir wurden mitten im Zentrum von Pai herausgelassen und natürlich warteten direkt wieder die Tuk Tuk Fahrer, aber nichts da wir wollten laufen. Wir hatten zuvor bereits geguckt, wo wir hinmüssen und machten uns mit unseren 4 Rucksäcken 2,5 km auf den Weg zu unserer Unterkunft. Die Stadt hatte es uns von der ersten Sekunde angetan, überall in den kleinen Straßen waren wunderschön gestaltete Cafés, vegane Restaurants, Slowfood Restaurants und noch vieles mehr. Wahnsinn, hier gab es echt alles, was das Herz begehrt vor allem wenn man auf eine gesunde Ernährung Wert legt. Unser Weg führte uns dann vorbei an unzähligen Bungalows bis hin zu einem Feld. Dort mümmelten die Kühe in Ruhe ihr Gras und wir durften einen Berg hoch laufen. Völlig K.O. vom ersten Berg, kam dann auch gleich der zweite den wir hoch Laufen durften, aber danach war unser Ziel in Sicht. Wir haben uns bewusst wieder dafür entschieden außerhalb zu wohnen, da man Pai auch gerne mal nachsagt das dort jede Nacht Party gemacht wird, waren wir so auf der sicheren Seite unsere Ruhe zu haben.

Ein Bungalow mit Aussicht auf die Berge

Als wir ankamen begrüßte uns die nette Besitzerin und zeigte uns unseren Bungalow, aber halt? Wieso um alles in der Welt ist der so groß? Und wieso hat der eine Terrasse mit Stühlen und keine Hängematte? Egal, wir hatten einfach nur Hunger und machten uns direkt auf den Weg zum ersten Restaurant, was in der Nähe war. Das dieses nun 2 Wochen lang unser zweites Zuhause werden sollte war uns an dem Abend noch nicht klar. Wieder zurück in der Unterkunft fragte ich die Besitzerin wieso wir den großen teuren Bungalow bekommen haben, schließlich hatten wir einen kleinen gebucht. Sie erklärte uns das eh grad niemand hier ist und wir ihn ruhig haben könnten. Okay haltet mich nicht für verrückt, aber ich bestand darauf das wir in den kleinen Bungalow ziehen. Sie verstand zwar nicht wieso, aber das hatte seine Gründe, erstens hatte der große Bungalow keine Aussicht, zweitens hatte der große Bungalow keine Hängematte, mehr als genug Argumente auf den kleinen Bungalow zu bestehen. Wir nahmen also unsere Sachen und waren von unserer Aussicht aus der Hängematte heraus einfach nur begeistert.

Ausblick auf die Berge von Pai
Pai die Stadt der Hippies

Am Abend unserer Ankunft waren wir wieder im selben Restaurant essen und trafen dort Sina & Niels, zwei Weltreisende die seit 2 Jahren mit 10,00 € Budget am Tag unterwegs sind. Respekt dafür. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und sie gaben uns jede menge Tipps, was wir in Pai erleben können, danke an dieser Stelle nochmal. Also machten wir uns auf, um uns einen Roller zu mieten. Im Durchschnitt waren wir Tagespreise zwischen 6,00-9,00 € gewohnt, in Pai kostete ein Roller gerade einmal 2,85 €. Wir buchten den Roller direkt für 1 Woche, da relativ schnell feststand so schnell werden wir nicht wieder gehen. Was sich später auch als wahr herausstellte, allerdings hatte das andere Gründe. Man fühlt sich in Pai direkt einfach unheimlich frei, jeder hat seinen eigenen Style, sei es die Menschen, die Restaurants oder Straßen. Egal wie durchgeknallt du bist, hier fällst du definitiv nicht auf. Pai ist übrigens auch sehr bekannt für gewisse Dinge, mit denen man sich dann frei fühlen soll, genauer gesagt Mushroomshakes. Diese werden unter der Hand in den Bars für teilweise 500 Baht (umgerechnet ca. 14,00 €) verkauft, ob man die schwarze Plürre dann trinken mag, sei jedem selbst überlassen. Wir lassen lieber die Finger davon. An jeder Ecke findet man auch zahlreiche Tattoostudios sowie Stände, an denen man sich Dreadlocks zaubern lassen kann.

Unser Besuch beim Weißen Buddha

Wir machten uns also am nächsten Tag auf zum weißen Buddha. Dieser war mit dem Roller gerade einmal 5 Minuten von unserem Bungalow entfernt. Angekommen sah man eigentlich nur einen großen Schotterparkplatz und die schönen weißen Stufen die zum Buddha hinauf führten. Der Roller wurde abgestellt und losging es wieder etliche Stufen hinauf, bis wir wieder anfingen zu keuchen. Oben angekommen war der Ausblick der Wahnsinn, man konnte komplett über Pai gucken und hatte im Rücken diesen wunderschönen weißen Buddha. Wie es sich gehört, zogen wir natürlich unsere Schuhe aus bevor wir die Plattform betraten, leider war dies bei den wenigstens der Fall, obwohl ein Hinweisschild vorhanden war. Wir finden es nicht in Ordnung eine religiöse Stätte zu besuchen und sich nicht an die dortigen Regeln zu halten. Es kann ja nicht so schwer sein ausnahmsweise mal nicht mit einer Hotpants oder einem Bauchfreien Top durch die Gegend zu laufen. Doch genau das war der Fall, wir durften auch beobachten wie jugendliche, als wir auf dem Weg nach unten waren, auch noch Alkohol mit rauf nahmen. Na gut alles eine Respektfrage. Wir verbrachten dort eine weile und genossen den Ausblick auf das wunderschöne Pai.

Weißer sitzender Buddha
Der Besuch beim Pam Bok Wasserfall

Der Pam Bok Wasserfall sollte nicht sehr spektakulär sein allerdings war es so warm, dass ich mich auf eine Abkühlung freute. So fuhren wir mit dem Roller ca. 20 Minuten aus Pai heraus über eine schöne asphaltierte Straße. Okay für ca. 5 Minuten, dann mussten wir in eine kleine Seitenstraße abbiegen und hatten nach kurzer Zeit ein wenig Angst das der Roller diese Fahrt nicht überleben wird. Es folgten Schlaglöcher über Schlaglöcher, extrem steinige Straßenabschnitte, teilweise war die Straße so kaputt, das man jonglieren musste welche Straßenseite denn man am besten benutzt. Ja es war ein Abenteuer, aber ohne sowas wäre es ja auch wieder langweilig. Wie auch schon der Buddha war der Wasserfall vollkommen kostenfrei. Am Parkplatz angekommen war kaum jemand vor Ort, so mögen wir das. Wir mussten einen kleinen Aufstieg meistern, liefen über eine Brücke und waren angekommen. Tatsächlich war der Wasserfall nicht allzu spektakulär, was aber auch daran lag, das es trotz Regenzeit bisher nicht viel geregnet hatte. Dementsprechend hatte der Wasserfall kaum Wasser. Schade eigentlich denn er befindet sich umschlossen von Gestein wie in einer Art kleinen Höhle. Ich beschloss mich dort nicht abzukühlen, da das Wasser so trüb war, das ich Angst hatte, in wwas ich da so reintrete. Wir blieben trotzdem ein Weilchen und genossen die Ruhe und Steven hat das beste versucht ein gutes Foto zumachen, bevor es weiterging. Eigentlich hatten wir nichts weiter geplant, jedoch fielen uns Hinweisschilder zu einer Bambusbrücke auf die nur wenige Kilometer weiter sein sollte.

Blatt liegt an einem Wasserfall
Die Bambusbrücken in Pai

Spontan wie wir sind beschlossen wir dort auch noch einen Halt einzulegen. Wir fuhren also diese Wahnsinnsstraße weiter nach oben und hatten das Gefühl, sie wurde immer schlechter. Gefühlt im Schneckentempo ging es nochmals 10 Minuten mit dem Roller zur Bambusbrücke. Dort angekommen war wieder keine Menschenseele zu sehen, nur ein Häuschen mit einem Stuhl und einem Schild mit der Aufschrift „30 Baht“. Verunsicherung machte sich breit, ob wir denn jetzt Eintritt zahlen sollten, aber auch nach mehreren Minuten warten war weit und breit niemand zu sehen also gingen wir einfach los. Ich gehe davon aus das in der Hauptsaison Eintritt verlangt wird. Oder es eventuell eine freiwillige Spende ist? Diese Bambusbrücken waren einfach wunderschön anzusehen und wir waren beeindruckt, wie unglaublich lang diese war. Sie ging weit über das Reisfeld hinaus und schlängelte sich in alle Richtungen durch das Feld. Eine tolle Konstruktion muss man schon sagen. Wir hatten gehofft, da Regenzeit ist, dass momentan der Reis nur so sprießt aber Fehlanzeige. Alle Felder waren bereits abgeerntet und waren mehr oder weniger kahl. Egal schön anzusehen war das trotzdem mit den kleinen Wasserbüffelbabys die fröhlich die letzten Reste Gras vor sich hin mümmelten. In der Mitte der Bambusbrücke befindet sich ein kleiner Tempel, also wirklich klein. Es war einfach mega heiß an diesem Tag und nirgendwo gab es Schatten, schließlich läuft man über ein Reisfeld. Auf dem Weg gibt es dann noch einen kleinen Teich, wo man Fische füttern kann. Das Futter kann man sich dort wegnehmen und eine Spende in die Donationbox werfen. Ein paar Fotos später und wahrscheinlich mit einem Sonnenbrand machten wir uns also auf den Rückweg.

Bambusbrücke im Reisfeld
Zufälliger Besuch beim Landsplit

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem wunderschönen Aussichtspunkt, um einen ganz besonderen Baum zu fotografieren. Okay also für uns sah er besonders aus. Wie sich ein paar Minuten später rausstellte fanden auch andere, die anhielten, den Baum sehr faszinierend oder war es vielleicht nur die Aussicht. Ich kann nicht mal genau sagen wieso, aber der Baum war schön anzusehen. Also ging es weiter auf der besten Straße der Welt *ironie* wieder am Wasserfall vorbei bis uns das nächste Schild auffiel. Das Hinweisschild zum Landsplit in Pai. Sehr gut nehmen wir den auch noch gleich mit wir haben ja Zeit.

Es war schon später Nachmittag und wir hatten gehört das sich am Landsplit ein netter Herr aufhält, der seine selbst angebauten Sachen an den Mann bringt und das komplett kostenlos. Wieder den Roller geparkt sahen wir schon ein kleines Häuschen mit allerlei leckeren Sachen auf dem Tresen. Der Herr begrüßte uns nett und schank uns sofort einen Saft mit Eis ein, ließ uns die Bananenchips probieren, seine Marmelade und vieles mehr. Wie man halt so ist, denkt man direkt, okay er möchte bestimmt was dafür haben.  Nein, theoretisch konnte man soviel probieren, wie man will, er besteht sogar darauf. Wir spendeten trotzdem was, denn die Sachen waren einfach unglaublich lecker. Vor allem dieser Saft war der absolute Oberknaller. Wir wissen bis heute nicht so genau aus welcher Pflanze der hergestellt wurde, aber was solls es schmeckt. Ich war also voll im Shoppingrausch und wollte ihm allerhand abkaufen, doch dazu kam es gar nicht, denn er war schon leergekauft. Für mich gab es nur noch die Marmelade die ich glücklich für 1,40 € in meine Tasche steckte.

So weswegen wir eigentlich hier waren, war ja der sogenannte „Landsplit“. 2008 gab es eine Erruption in Pai wobei dieser Landsplit entstanden ist, d.h. die Erde ist einfach aufgerissen und hat sich an diesem Ort in 2 Teile geteilt. 2011 gab es nochmals eine Erruption die den Landsplit um einiges wachsen ließ. Schon beeindruckend einmal an solch einem Ort zu stehen, wo die Erde einfach aufgerissen ist. Wir schätzen, dass der Riss ca. 10-15m tief ist. Wir sahen ihn uns also von außen an und fanden dann tatsächlich einen Weg, der auch ins Innere führt. Mir war ja nicht ganz wohl dabei in diesem Riesen Spalt zu stehen, im Gegensatz zu Steven der ganz fröhlich anfing Fotos zu machen. Nachdem dann noch komische Kratzgeräusche am Stein zu hören waren, war für mich das Abenteuer vorbei und ich verzog mich wieder an die Oberfläche. Wir müssen sagen definitiv sehenswert.

Landriss in der Erde von Pai
Wir brauchen einen Pool

Die Tage wurden immer heißer und es fiel immer noch kein Regen, Grund genug um endlich einen Pool zu suchen in dem man sich erfrischen kann. Eine Poolbar war schnell gefunden, man musste nur was bestellen und durfte den Pool und die Billardtische kostenlos nutzen. Wie die kleinen Kinder alberten wir also im Wasser rum und Steven ließ mich beim Billard einfach nicht gewinnen. Weil wir ja eh einige Zeit in Pai verbringen wollten gönnten wir uns am nächsten Tag also nochmal die Poolbar. Wenn wir gewusst hätten was an diesem Tag passieren würde, wären wir wohl doch lieber woanders hingefahren.

Krankenhausbesuch in Pai

Am 2ten Tag in der Poolbar machte mich Steven wieder beim Billard fertig. Das er mich auch nicht einmal gewinnen lassen kann. Als es uns zu heiß wurde, sprangen wir also wieder in den Pool und spielten Wasserball. Steven versuchte grade einen Ball von mir zurückzuwerfen als er plötzlich geschockt zu mir guckte und aus dem Wasser ging. Ich ging davon aus, er habe sich an der Stufe im Pool gestoßen, da er seinen Fuß festhielt. Weit gefehlt, plötzlich überall Blut und eine überforderte Dani. Steven blieb ganz ruhig und sagte mir nur, an seinem Zeh wäre was abgeschnitten und ich soll Verbandszeug besorgen. Ich lief also zur Theke und versuchte der Dame klarzumachen das ich ein Pflaster brauchte (was natürlich niemals gereicht hätte, da die wunde schlimmer war als erwartet). Sie drückte mir nur eine Serviette in die Hand, denn sie verstand kein Wort. Ernsthaft jetzt? Steven blutete die halbe Bar voll und sie verstand nicht was ich brauche? Und das soll nicht böse klingen, ich habe nur nicht verstanden warum es tatsächlich niemanden interessiert hat.

Ich war völlig aufgelöst und mein einziger Gedanke war nur, er muss auf jeden fall schnell ins Krankenhaus. Also zog ich mir was an und schwang mich auf den Roller zurück zur Unterkunft um seinen Pass und unseren Erste-Hilfe Kasten zu besorgen. Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gefahren. Unten wieder angekommen hatte der DJ wohl Stevens Lage verstanden und ihm Alkohol und Verbandszeug gebracht. Wir wussten Gott sei Dank, wo das Krankenhaus war, da wir dort schon öfter mit dem Roller vorbeigefahren sind. 5 Minuten später sollten wir also im Krankenhaus angekommen, für uns das erste mal in einem ausländischem Krankenhaus.

Eine Krankenschwester erkannte unsere Lage und erklärte uns, wo die Notaufnahme ist. Hier erklärte ich jetzt, was passiert war und gab Stevens Daten an. Wir sollten warten, obwohl kein anderer Patient da war. Ich wurde einfach nur noch nervös, da die Wunde immer noch stark blutete. Als dann ein Mädchen die Notaufnahme betrat die offensichtlich nur eine Schürfwunde hatte, platzte mir der Kragen.

Warum fragt ihr euch? Weil sie vor uns dran kam und Stevens Zeh nicht aufhörte zu bluten. Ich weiß man soll in Thailand Ruhe bewahren, doch ich musste meinem Unmut Luft machen. Sichtlich irritiert versuchte mich der Pfleger zu beruhigen und nahm Steven endlich dran. Ich durfte nicht mit in die Notaufnahme und hatte keine Ahnung, was sie nun mit ihm machten. 5 Minuten später riefen sie mich dann doch herein, da sie seinen Impfpass sehen wollten und Hilfe bei der Übersetzung brauchten. Steven erklärte mir, was sie nun gemacht hatten (das erspare ich euch hier lieber) und meinte, es geht ihm gut. Nun sprach ich mit dem Arzt, der mir jetzt mitteilte, das wir für 7 Tage jeden Tag ins Krankenhaus kommen müssen damit die Wunde versorgt werden kann. Naja der Plan war ja sowieso länger zu bleiben, jedoch nicht aufgrund von mehreren Krankenhausbesuchen. Steven bekam noch Schmerzmittel und wir durften nach Hause fahren.

1 Woche im Bungalow

Für 1 Woche hieß es jetzt also keine Abenteuer. Wir blieben die meiste Zeit im Bungalow denn Steven konnte nicht auftreten und nach 10 Minuten gehen hatte er einfach zu dolle Schmerzen. Wir bewegten uns eigentlich nur zum Essen und für den täglichen Krankenhausbesuch aus dem Bungalow. Es gibt in Pai jeden Abend eine Walkingstreet mit jeder Menge Streetfoodständen, da waren wir dann auch ab und zu. Meistens verbanden wir direkt beides, damit Steven sich nicht soviel bewegen musste. Dementsprechend sah unsere Woche in Pai dann nicht mehr so spannend aus. 6 Tage später wollten wir aber vor unserer Abreise unbedingt noch etwas erleben in Pai. Wir wollten die Memorial-Bridge besuchen.

Die Historical-Bridge in Pai

25 Minuten mit dem Roller entfernt befindet sich eine Memorial-Bridge, die noch aus dem Krieg dort steht. Hört sich spannend an, also fuhren wir dort auch mal hin. Angekommen sahen wir schon von weitem eine Grüne Stahlkonstruktion, die Brücke. Die Brücke selber ist aus Stahl und der Steg aus Holzplanken die über einen Fluss gebaut wurden. Abends ist die Brücke wunderschön beleuchtet, jedoch meist nicht in der Nebensaison, schade eigentlich. Wir sind extra zur Sonnenuntergangszeit hingefahren und hatten dann weder schöne Lichter noch einen sichtbaren Sonnenuntergang. Falls ihr aber interessiert an Geschichte seit ist die Brücke ein echt hübsches Bauwerk.

zu sehen ist eine Brücke aus Stahl und Holz
Zurück nach Chiang Mai

Nur noch ein paar Tage und unser Visum würde auslaufen, also beschlossen wir zurück nach Chiang Mai zu fahren, um von dort aus ins nächste Land zu fliegen. Ja fliegen, das war eigentlich nicht der Plan aber aufgrund der Verletzung nicht anders machbar. Der Flug griff zwar unsere Reisekasse an, aber Gesundheit geht vor. Bevor wir den Flug antraten versorgten wir uns aber erstmal in einer Apotheke mit allem was wir noch für die Wunde benötigten. Schließlich mussten wir sie ab jetzt selbst versorgen. Wo es hingeht, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Sehenswürdigkeiten Pai

Reisebericht Pai

Chedi Phra That Mae Yen (Weißer Buddha)

Weißer sitzender Buddha
  • Infos

    Der weiße Buddha liegt 1 km außerhalb des Zentrums von Pai und ist einfach zu erreichen. Es geht insgesamt 313 Stufen eine wundervolle weiße Treppe hinauf, hat man den Buddha erreicht, hat man eine wunderschöne Aussicht über Pai. Kleiner Tipp von hier aus kann man perfekt den Sonnenuntergang beobachten.

  • Öffnungszeiten

    offiziell hat der weiße Buddha eine Öffnungszeit bis 18:00 Uhr, allerdings wird das Tor dort nicht geschlossen und man kann dort auch abends den Sonnenuntergang genießen

  • Kosten

    kostenlos

  • Transportmittel

    Mit dem Roller ist der weiße Buddha vom Zentrum Pai innerhalb 10 minuten erreichbar, ebenso natürlich mit dem Taxi

Pai Landsplit

Landriss in der Erde in Pai
  • Infos

    Der Landsplit entstand 2008 und 2011 bei einer Erderruption (Erdbeben). Der Bauer, dem das Stück Land gehört, baut nun neben dem Landsplit weiter seine tropischen Früchte an. Seinen Garten kann man sich natürlich auch gerne angucken. Er bietet vor Ort ein kleinen Stand mit allerlei Snacks, die er selber herstellt, seien es Bananenchips, Marmelade, Thamarind, Saft und Nüsse. Er verlangt dafür keinen Cent, wenn man möchte, kann man aber Spenden, was wir gerne getan haben da wir uns den Bauch vollschlagen durften mit all seinen Leckereien.

  • Öffnungszeiten

    Der Landsplit hat offiziell keine Öffnungszeiten.

  • Kosten

    kostenlos

  • Transportmittel

    Mit dem Roller innerhalb von 20 minuten vom Stadtzentrum von Pai zu erreichen. Taxis fahren dort bestimmt auch hin haben allerdings weit und breit keine gesehen.

Pam Bok Wasserfall Pai

Blatt liegt an einem Wasserfall
  • Infos

    Der Pam Bok Wasserfall ist nicht viel besucht, dabei ist es ein kleiner schöner Ort zum Verweilen. An der Straße ist ein kleiner Parkplatz, von wo aus ihr ein paar Meter laufen müsst. Es geht über eine Brücke und dann ein paar Felsen hinab (Achtung könnte rutschig sein), unten angekommen findet ihr den Wasserfall zwischen jeder Menge Felsen. Um euch zu erfrischen, kann man dort auch baden gehen. Außerhalb der Regenzeit hat er allerdings nicht viel Wasser und sieht nicht so spektakulär aus. (siehe unser Foto)

  • Öffnungszeiten

    keine Öffnungszeiten

  • Kosten

    kostenlos

  • Transportmittel

    Der Pam Bok Wasserfall liegt direkt zwischen dem Landsplit und der Bamboobridge. In etwa 20 Minuten ist er mit dem Roller zu erreichen. Aber Achtung die Straße ist dort alles andere als gut, also lieber langsam fahren.

Bamboo Bridge Pai

  • Infos

    Die Bambusbrücke in Pai ist ca. 800 Meter lang wird aber stetig erweitert. In der Regenzeit ist sie besonders beeindruckend, sagte man uns, jedoch waren die Felder bei uns weitestgehend ausgetrocknet. Im Normalfall stehen die Reisfelder grün blühend an der Bambusbrücke. Es gibt Cafés am Anfang der Bambusbrücke, einen kleinen Teich, einen Tempel und Sitzgelegenheiten zum Entspannen oder Fotos machen.

  • Öffnungszeiten

    keine Öffnungszeiten

  • Kosten

    kostenlos, es kann aber eine Spende gegeben werden für den Erhalt der Bambusbrücke

  • Transportmittel

    Mit dem Roller einfach der Straße am Wasserfall für 5 Minuten weiter folgen und ihr werdet sie auf jedenfall sehen. Auch hier sind die Straßenverhältnisse nicht die besten also passt auf.

Pai Historical Bridge

  • Infos

    Die Memorial Bridge ist ein tolles Fotomotiv und wird euch schon auf der Fahrt nach Pai auffallen. Sie stammt noch aus dem 2. Weltkrieg und wurde von Japanern erbaut, um Waffentransporte nach Myanmar zu gewährleisten. Die komplette Holzkonstruktion existiert nicht mehr, sondern wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.

  • Öffnungszeiten

    keine Öffnungszeiten

  • Kosten

    kostenlos

  • Transportmittel

    Mit dem Taxi oder Roller ist man ca. 15 Minuten vom Pai Zentrum entfernt dort. Es gibt direkt Parkplätze welche auch kostenfrei sind.

Unterkünfte Pai

Reisebericht Pai

Wir waren zwar 2 Wochen in Pai hatten aber nur 1 Unterkunft da sie uns so gut gefallen hat und vom Preis her super in Ordnung war.

Wir buchten 13 Nächte im

Romantic Time Mountain Resort

Bungalow mit eigenem Bad für 10,00 € die Nacht.

Wir hatten einen kleinen Bungalow mit Terrasse, Hängematte und einem eigenen Bad. Die Anlage liegt ein wenig außerhalb von Pai, also würden wir euch auf jedenfall einen Roller empfehlen. Es gibt eine kleine Aussenküche die man benutzen darf, denn es gibt dort kein Frühstück, aber jeden morgen frische Mangos. Die Besitzerin ist unheimlich nett und ihr kleiner Hund einfach der süßeste. Die Anlage ist relativ groß und bietet einen spektakulären Ausblick auf die Berge von Pai.

Transportmittel Pai

Reisebericht Pai

  • Fahrrad

    Das Fahrrad ist für Pai natürlich auch eine Möglichkeit. Wer die Ausdauer auf einem Fahrrad hat kann auch damit allerhand Sehenswürdigkeiten easy erreichen.

  • Roller

    Unsere Empfehlung in Pai geht klar an den Roller. Die Preise in Pai liegen zwischen 2,50-3,00€ pro Tag. Noch nirgendwo konnten wir so günstig einen Roller ausleihen. Somit seit ihr flexibel und könnt euch alles in Ruhe anschauen.

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